"Im Moment sehe ich zwei Wege, Multimediajournalismus zu betreiben: Man geht in die Medien hinein und versucht, soweit wie möglich, aus dieser Position heraus multimediale Inhalte zu erstellen und zu fördern. Das hat Vorteile (Miete), bringt aber auch einiges an Limitierungen und Frustrationen mit sich. Oder man löst sich von der Vorstellung, mit Multimedia seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, finanziert sich mit anderen Jobs - und macht Storytelling aus reiner Lust, ohne Rücksichten nehmen zu müssen. Vimeo ist voll von solchen (teils grandiosen) Projekten."
Das und noch mehr vom ZEIT-Angestellten Fabian Mohr als Replik auf einen lesenswerten Beitrag von Steffen Leidel über Multimediajournalismus und NGOs. F.M.s Aussagen bestätigen den Eindruck, den ich vom Online-Angebot der ZEIT bekomme. Die Punkte zur Vermischung von NGO-Produkten und Journalismus find ich zustimmenswert.
Ich wüßte allerdings gern, bezogen auf obigen Auszug, was F.M. bei der ZEIT machen würde, wenn er richtig dürfte? Wozu sind all diese Strukturen gut (Sender, Verlage), wenn sie letztlich nur hemmen!? Entweder kommt man nicht rein, oder wenn man drin ist, kommt nichts dabei raus.
Schön, dass die Verlage Vimeo beobachten und gut finden. Allerdings ist es unehrlich “junge Multimediajournalisten” aufzufordern dem Lustprinzip zu folgen, auf dass sie sich bei Vimeo schön unentgeltlich austoben, um dort erfolgreiche Formate dann wiederum in die zwar steifen, aber wesentlich potenteren Verlagsstrukturen einzukopieren. Siehe Rekorder vs. Take Away Show und 50 Fans 1 Frage vs. Fifty People, One Question.
Aber gut, dass wir mal drüber reden.
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frr: ich bin müde, mich darüber aufzuregen, die äusserungen kommen aber einer deftigen ohrfeige gleich. entscheidend ist, dass zeit online nichts machen will. - ihnen fehlt der wille, kleines geld in die hand zu nehmen. sollen sie ein oder zwei feste stellen mit guten leuten besetzen - fertig. was soll das ganze lamentieren, was soll vor allem das sturmlaufen des zeitschriftenverbandes und des VPRT gegen die öffentlich-rechtlichen, wenn jetzt beispielsweise ein angestellter eines grossen verlages sagt: mit multimedia lässt sich eh kein geld verdienen. tagesschau app verbieten wollen wegen chancengleichheit etc pp, aber selber nichts gescheites machen?? alles klar.
übrigens VBS sucht leute für deutschland, bei denen gehts.