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Ende 2010 will Arte eine neue Kreativplattform starten. Wie wird dies konkret aussehen?
Langenstein: Reines Anbieten von Content ist nicht die Zukunft. Selbst bei der Nachrichtenberichterstattung haben – wie man bei der Ermordung des Mädchens Neda in Teheran durch Sicherheitskräfte sehen konnte – partizipative Vermittlungsformen über Youtube, Twitter oder Myspace die führende Rolle übernommen. Den klassischen Fernsehsendern mit ihrer redaktionellen Kompetenz fällt damit eher die Rolle des Einordnens und Bewertens zu.
Analog sehe ich die Entwicklung in der kulturellen Welt. Wir sind nicht länger alleine als Berichterstatter und Anbieter gefragt, sondern als Ort, wo in Verbindung mit einer starken Marke und hoher redaktioneller Kompetenz sich Kreative zur Gestaltung neuer Medienformen und Anwendungen zusammenfinden. Die Kreativplattform soll deshalb mit Kunsthochschulen, Filmhochschulen und innovativen Akteuren in diesem Feld gemeinsam entwickelt werden. Wie bei dem jungen europäischen Film verstehen wir hier unsere Rolle als Förderer der neuen europäischen Medienwelt.
"via und via mizubitchy (Projektleiter/in Kreativplattform Jobs in Straßburg/Frankreich)