Adam Westbrook sammelt hier jetzt Videos die er ganz unbescheiden “A definitive collection of the most remarkable short-form online video journalism and storytelling collated” nennt. Hier der Sartorialist als Intel-Werbevideo. Hier Westbrooks Anmerkungen dazu.
Nun ist die Beta-Version von ARTE Creative - your network for contemporary culture online. Toll. Gratulation. Ich kann nur leider bisher nicht so echte Begeisterung für das Ergebnis aufbringen.
Von der biggest Online-Artshow ever zu schreiben, ist nicht nur übertrieben, es benennt das Kind auch beim falschen Namen. Bzw. im Moment ist es der richtige Name, denn bisher werden die Filme (mehrere Dutzend, schätze ich) lediglich gezeigt, also ausgestellt, ähnlich wie bei youtube, vimeo, etc. und mit einer kurzen, nach Katalogtext klingenden Beschreibung versehen. Mehr nicht. Darunter sind sehr schöne, auch für sich selbst sprechende Arbeiten (siehe oben), aber dafür braucht es kein eigenes Webportal. ARTEcreative kann und will doch hoffentlich mehr sein.
Wie konkret die redaktionelle Betreuung des Projektes erkenntlich wird, wie es über die schlichte Präsentation von Filmen hinausgeht, welches Verständnis von Kunst und Kreativität sich dabei herauskristallisiert und wie daraus “your network” wird, bleibt abzuwarten. Da muss noch was kommen, finde ich. Bis dahin halte ich mich zurück mit weiterer Kritik.
Was meint ihr?
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Großes stummes Kino. 14 Actors Acting. Das New York Times Magazine hat eine kleine Reihe mit 14 wichtigen Schauspielern des letzten US-Filmjahres in Vorbereitung auf die Oscar-Verleihung produziert.
Jeder der sehr kurzen Clips zeigt einen klassischen, jedoch keineswegs konkreten Kinomoment. Und es macht Spaß im Kopf die passenden konkreten Filme zu assoziieren. Der Verzicht auf Originalton und die Reduktion auf das Schwarz-Weiß und die Studioleere lassen viel Raum dafür.
Ich finde aber nicht alle Szenen gelungen. Manche der Schauspieler wirken etwas zu routiniert und erliegen dem Klischee ohne etwas Eigenes mit reinzugeben. Gerade weil es ja nur um die Form geht, sehe ich genauer hin und entdecke ein paar leere Hüllen (z.B. Natalie Portman, Noomi Rapace, Matt Damon). Denen fehlt “Ausstrahlung”… im wahrsten Sinne des Wortes. Michael Douglas sitzt nur da, das funktioniert trotzdem.
Die “Director of Photography” des NYT Magazine, Kathy Ryan, redet in einem Interview über das Konzept der Reihe.
Nicht wissen was passieren wird, das Un-vorher-gesehene welches uns genauer hinsehen lässt… Ja, das fehlt sonst.
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Alain läßt die Katze aus’m Sack. Heute schreibt er…
ARTE Creative ist ein internationales, redaktionell betreutes und interaktives Netzwerk für Künstler, Kreative, Kulturproduzenten und alle, die sich gerne überraschen und inspirieren lassen. ARTE Creative präsentiert qualitativ herausragende Arbeiten aus den Bereichen Kunst, Popkultur, Design und Architektur: Alle kreativen Felder von Fotografie, Malerei, Street Art, New Media, Netzkunst, Videokunst über Musik, Werbung, Gaming bis hin zu Grafik-, Produkt- und Webdesign, Typografie werden abgedeckt. Zusammen mit unserer Community entwickeln wir neue redaktionelle Formate und experimentieren an der Schnittstelle Web/TV – außerdem arbeiten wir mit den wichtigsten Hochschulen, Festivals, Museen und Institutionen zusammen.
via damace
Honkytonk Films – Online screening: Journey To The End Of Coal
Journey To The End Of Coal tells you the story of a sacrifice. A sacrifice millions of Chinese coal miners are making everyday, risking their lives and spoiling their land to satisfy their own country’s appetite for economic growth.Your journey begins in Datong which is located just a couple hours away West from Beijing. You travel from there all around the region and visit its major coal mines, from the “best” state-owned complex to the worst private coal plants.In and around the coal mines, you get the story first hand from the mingong, the rural migrants traveling their country looking for work.At your own pace and will, you meet them and learn more about how they live in this valley of death and pollution, sometimes even literally bumping into them as they leave their home for their night shift, in the frozen winter of Northern China.Ultimately, you might discover China forbidden mines in which happen most of the accidents.
Noch ein Beispiel. Ich bin mir nicht sicher - vielleicht will ich lieber da durchgeführt werden und nicht immer selbst entscheiden. Spannend finde ich es trotzdem. Hat etwas von sich selber den Weg ertasten und in diesem Fall auch nicht überladen von Informationen.
Collapsus: The Energy Risk Conspiracy. Das Transmedia-Projekt verknüpft Doku, Fiktion und Spiel zu einer kurzweiligen und informativen Reise durch die Energiepolitik.
Das Projekt von Regisseur Tommy Pallotta (A Scanner Darkly) entstand in Zusammenarbeit mit der holländischen Transmedia-Schmiede Submarine Channel. Und die hat ganze Arbeit geleistet. Die Elemente Spiel und Information schmiegen sich links und rechts um die zentrale Erzählung, die mit Realfilm, Animation und Minispielen vorangetrieben wird. Die Navigation ist klar und effektiv und lässt der effektgeladenen Erzählung genug Raum sich zu entfalten.
via Klaus/flackern
Ganz viel mit ganz wenig. Ein Fotograf entdeckt die Bewegung der Bilder. Toll sind auch die anderen Sachen von Richard Mosse.
(via boesch)
Gesehen in Leipzig. Hat mich - auch in seiner Länge - extrem begeistert.
Das Thema Schlaf, mit dem die aktuelle Ausgabe der ZEIT titelt, hat mich sehr angesprochen, aus diesem und jenem Grund. Prominent platziert in der Papier-Ausgabe ist auch der Hinweis, dass dem Thema Online noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ob ich den Sprung von Off- zu Online geschafft hätte, wenn ich nicht neugierig gewesen wäre, auf die dafür in Auftrag gegebene und dort vertretene Arbeit (oben) des geschätzten Kollegen Frerk Lintz, wage ich zu bezweifeln. Dafür fehlt mir immer noch das schlüssige, flüssige, fluide, weiche, leichte, hemmungslose Tool.
Ein Thema so umfassend und von verschiedenen Seiten, auch künstlerisch, assoziativ abzuarbeiten, finde ich sehr gut. Ja, geradezu notwendig auch für Wochenzeitungen (Dummy und Du machen das ja schon immer so). Allerdings finde ich die Online-Aufbereitung des Themas bei der ZEIT uninspiriert, lieblos und wenig einladend. Da geht noch mehr.
Frerk in der ZEIT, toll. Gratuliere!
Teilweise interessante Beiträge. Hat das Thema für mich noch mal etwas klarer gemacht und geöffnet. In dieser Richtung passiert schon jetzt einiges.
Kann man sich mal gut zwischendurch in der Badewanne anhören.
Seit ein paar Tagen nun im Netz: die erste Folge der Arte-Mini-Dokus New York Minute.
… und auch schon online, Teil 2:
Schön. Ich mag die bewusst Hip-Hop-untypische Musik. Bisher sehe ich noch nichts revolutionär Neues an dem Format, muss ja auch nicht immer der Fall sein. Im Netz kennen wir seit einiger Zeit ähnliche Sachen. Gut daran finde ich, dass es solch “kleinen” Formate nun ins Fernsehen schaffen und dort auch gepusht werden. Und zudem scheint da als weitere Säule des Projekts noch eine “partizipative” Enzyklopädie zu entstehen. Bin weiterhin gespannt. Als Signal insgesamt gut!
New York Minute legt noch mal einen nach. Nett. Geschicktes Marketing auch.
Das ist also der Gewinnerfilm des ersten Vimeo Award. Das beste Video aus über 6000 Vorschlägen. Ich weiß wie schwer es ist, einen gerechten Preisträger zu wählen, und der Film ist ja auch nicht vollkommen schlecht. Im Grunde repräsentiert er das Bild, das ich von Vimeo habe und das sie mit der Auszeichnung nun bestätigen. Der beste Vimeo-Film braucht: perfekte Bilder (am besten DSLR), Slow Motion, starke Musik, Betroffenheits-Thematik (tote Haustiere!), Style (Fixed Gear Bikes, Ray Ban Brille,…), Coolness (tough guy), das Ganze aber bitte vollkommen unpolitisch. Letzteres empfinde ich als verschenktes Potenzial und genau das ärgert mich an dem Preisträger/an Vimeo. Das ist belanglos, nett anzusehen und schnell vergessen. Schade. Denn die Leute von Phos Pictures, die den Preisträgerfilm gemacht haben, zeigen mit anderen Arbeiten, dass bei Vimeo noch viel Besseres und Eindrücklicheres existiert. Zum Beispiel The Green Book Material erzählt mir viel mehr über den Protagonisten und die Welt in der er lebt, selbst wenn auch dieser Film nicht ganz ohne Pathos auskommt. Diese 8 Minuten lohnen sich aber.
Und sonst? Das Liars Musik-Video ist sehr schön bis zu der für mich unnötigen Pointe. Alle anderen Preisträger in den Unterkategorien hab ich leider noch nicht geschafft. Sie finden sich hier.
Was meint ihr?