Die digitale Bombe - ARTE und was Der Spiegel dazu sagt. Ich habe mir diesen Drei-Teiler noch nicht angesehen, und nach dem Interview mit dem Regisseur Hermann Vaske fehlt mir auch die Lust dazu. Nee, ich rege mich auch nicht mehr auf. Is ja Sommer!
Ab Freitag Urlaub mit Recherche-Einschüben und Interview mit Giuliano Pedretti zu dem vom ihm wiederentdeckten Maler Andrea Robbi. Engadin. Sils. Endlich.
Im Moment sehe ich zwei Wege, Multimediajournalismus zu betreiben: Man geht in die Medien hinein und versucht, soweit wie möglich, aus dieser Position heraus multimediale Inhalte zu erstellen und zu fördern. Das hat Vorteile (Miete), bringt aber auch einiges an Limitierungen und Frustrationen mit sich. Oder man löst sich von der Vorstellung, mit Multimedia seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, finanziert sich mit anderen Jobs - und macht Storytelling aus reiner Lust, ohne Rücksichten nehmen zu müssen. Vimeo ist voll von solchen (teils grandiosen) Projekten.
Das und noch mehr vom ZEIT-Angestellten Fabian Mohr als Replik auf einen lesenswerten Beitrag von Steffen Leidel über Multimediajournalismus und NGOs. F.M.s Aussagen bestätigen den Eindruck, den ich vom Online-Angebot der ZEIT bekomme. Die Punkte zur Vermischung von NGO-Produkten und Journalismus find ich zustimmenswert.
Ich wüßte allerdings gern, bezogen auf obigen Auszug, was F.M. bei der ZEIT machen würde, wenn er richtig dürfte? Wozu sind all diese Strukturen gut (Sender, Verlage), wenn sie letztlich nur hemmen!? Entweder kommt man nicht rein, oder wenn man drin ist, kommt nichts dabei raus.
Schön, dass die Verlage Vimeo beobachten und gut finden. Allerdings ist es unehrlich “junge Multimediajournalisten” aufzufordern dem Lustprinzip zu folgen, auf dass sie sich bei Vimeo schön unentgeltlich austoben, um dort erfolgreiche Formate dann wiederum in die zwar steifen, aber wesentlich potenteren Verlagsstrukturen einzukopieren. Siehe Rekorder vs. Take Away Show und 50 Fans 1 Frage vs. Fifty People, One Question.
Aber gut, dass wir mal drüber reden.
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frr: ich bin müde, mich darüber aufzuregen, die äusserungen kommen aber einer deftigen ohrfeige gleich. entscheidend ist, dass zeit online nichts machen will. - ihnen fehlt der wille, kleines geld in die hand zu nehmen. sollen sie ein oder zwei feste stellen mit guten leuten besetzen - fertig. was soll das ganze lamentieren, was soll vor allem das sturmlaufen des zeitschriftenverbandes und des VPRT gegen die öffentlich-rechtlichen, wenn jetzt beispielsweise ein angestellter eines grossen verlages sagt: mit multimedia lässt sich eh kein geld verdienen. tagesschau app verbieten wollen wegen chancengleichheit etc pp, aber selber nichts gescheites machen?? alles klar.
übrigens VBS sucht leute für deutschland, bei denen gehts.
Spill The Beans! steht für engagierten Journalismus präsentiert durch neue multimediale Erzählformen. Fotografie, Film, Grafik und Ton werden miteinander verbunden und dadurch atmosphärisch und inhaltlich dichter. „Interactive Storytelling“, wie diese Erzählform auch genannt wird, öffnet Menschen, die sich abseits der abgetretenen journalistischen Pfade informieren wollen, einen neuen medialen Zugang.
Passives Zappen: Frequency →
Frequency is a curated real-time guide to the most compelling and popular online video. Frequency is a unique online video experience that combines the simplicity and immediacy of watching live television, with the diversity and interactivity of the real time web.
(via)
Film als Kunst des Falschen wird abgeschafft, die „Dreharbeiten“ zielen auf das Reale: die Kamera ist aus Holz, aber die Patronen in den Revolvern sind echt. Heraus kommt kein Film, sondern ein „echter“ Tod.
The Creators Project →
Die letzte Dekade hat eigentlich noch auf verschiedene Arten den alten Narrativen des 20. Jahrhunderts nachgehangen. Heute, 2010, will The Creators Project nichts weniger sein, als der erste Kreativitätsfunke, der den Hoffnungen und Wünschen des 21. Jahrhunderts Leben einhaucht.
Warum fühle ich mich von diesem visionären Projekt (Gibts eigentlich hobnox noch?) nicht angesprochen? Weil da intel draufsteht? Oder wegen der Pseudo-Kumpel-Marketing-Sprech? Oder bin ich einfach satt?
Checkdisout #4 - Playlist
Vor einer Woche trafen wir uns im Kunstverein Hamburg bei Checkdisout #4 zu der Frage Wer glotzt TV? An der Audio-Video-Doku bastel ich noch. Filmforest wurde gebeten, vor und nach der Diskussionsrunde sehenswerte aktuelle Filme aus dem Internet zu zeigen. Hier nun die komplette Playlist des Abends zum Wiedersehen:
- YouTube Turns Five!
- PressPausePlay - Norman Hollyn by House of Radon
- Afghan Hearts and Minds by Danfung Dennis
- Soccer for Life - From Protest to Soccer by Felix Seuffert
- Fifty People One Question - Hamburg/Altona by Christian Striboll
- Untitled III by Oedipax
- Sofia’s People by Philip Bloom
- Take Away Show - Bloc Party by Vincent Moon
- Take Away Show - Alina Olowa by Vincent Moon
- Hulkamania by Keith Loutit
- The New Leader by Christopher Morris
- Record Makers Promo by Mrzyk & Moriceau
- Sincerely, Spain by Matthew Brown
- The Give by Phos Pictures
- One Minute Shadows by Bartleby
- Breaktime by Brown
Gesamtdauer ca. 90 Minuten. Viel Freude beim Kucken und Weiterreichen…
The Wire has more than 200 named characters, and by the series’ end all of them seem to have talked to one another.
Drop Shadow Talks →
May 25, Tuesday 19:00
On Video Replies and YouTube as a Sculpture Constant Dullaart, Berlin and Amsterdam
Wir sind nicht auf einen journalistischen Bereich fixiert, sondern arbeiten multimedial. Ich sage immer, wir handeln nicht mit Papier.
erstaunliche Worte von Aust in der FAZ.
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mk: da ich mich bisher nicht dafür interessiert habe, bin ich doch einigermaßen überrascht und gespannt was aust da vor hat. klingt doch eigentlich sehr gut. wenn springer da aussteigt, dann doch vielleicht eher weil sie sich um ihre anderen eigenen produkte sorgen machen (müssen)? kann mir vorstellen, dass es einfacher ist, ein komplett neues produkt zu machen, als ein altes entsprechend radikal umzuformen.
Es geht immer nur um Aufmerksamkeit, um Verpackung, gut klingende Themen, um Marketing. Und wenn die Qualität des einzelnen filmischen Moments, des Details den Leuten, die die Filme herstellen, wurscht ist, dann ist es den Zuschauern unter Umständen auch irgendwann egal. Und dann stellt sich eine gemeinschaftliche Geschmacklosigkeit, Gefühllosigkeit ein.